Risikolebensversicherung - technisch einjährig kalkuliert

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Risikolebensversicherungen mit technisch einjährig kalkulierten Beiträgen

Normalerweise ermittelt der Versicherer bei einer klassischen Risikolebensversicherung das Risiko vom ersten bis zum letzten Versicherungsjahr und kalkuliert hierfür einen gemittelten Tarifbeitrag, der für die gesamte Versicherungsdauer konstant ist. Da das Versicherungsrisiko mit zunehmendem Alter der versicherten Person zunimmt, ist der konstante Beitrag gemessen am tatsächlichen Risiko also anfänglich zu hoch - zum Ende der Laufzeit aber deutlich zu niedrig.
 
Die Folge dieser Verfahrensweise ist, daß auch bei gleichem Eintrittsalter der konstante Tarifbeitrag steigt, je länger die Versicherungsdauer gewählt wird. Das wiederum veranlaßt viele Antragsteller, ihre Risikolebensversicherung mit einer relativ kurzen Versicherungsdauer abzuschließen, obwohl z.B. das abzusichernde Darlehen voraussichtlich erst in 30 Jahren zurückgezahlt sein wird.
 
Dies kann aber fatale Folgen haben. Denn möchte man nach Ablauf einer zu kurz vereinbarten Risikolebensversicherung eine neue abschließen, wird wieder eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Haben sich in der Zwischenzeit jedoch gesundheitliche Beschwerden eingestellt, kann dies zu erschwerten Bedingungen (Risikozuschlägen oder Ausschlüssen) oder im Extremfall sogar zur Ablehnung des Antrages führen.
 
Deshalb ist in vielen Fällen der Abschluß einer "Risikolebensversicherung mit technisch einjährig kalkulierten Beiträgen" interessant. Bei dieser Variante wird die Risikolebensversicherung gleichfalls für eine bestimmte Versicherungsdauer vereinbart. Die Beiträge werden aber für jedes Versicherungsjahr einzeln berechnet - als würde der Vertrag immer nur ein Jahr laufen. Aus diesem Grunde ist der Beitrag anfänglich sehr niedrig und steigt erst mit zunehmender Versicherungsdauer über den konstanten und gemittelten Beitrag einer vergleichbaren klassischen Risikolebensversicherung.
 
Geeignet ist diese Variante somit für Versicherungsnehmer, die die benötigte Versicherungsdauer nicht exakt einschätzen können. Sie schließen die Risikolebensversicherung bis zur maximal möglichen bzw. maximal benötigten Versicherungsdauer ab und zahlen immer nur die risikogerechten Beiträge für das jeweilige Jahr. Ob die Risikolebensversicherung dabei mit einer 10- oder 35-jährigen Versicherungsdauer abgeschlossen wird, es hat keinen Einfluß auf die Beitragshöhe innerhalb der 10 Jahre. Und wird die Versicherung irgendwann nicht mehr oder nicht mehr in dieser Höhe benötigt, kann sie entsprechend den Versicherungsbedingungen spätestens zum Ende eines jeden Versicherungsjahres vollständig oder teilweise gekündigt werden und man spart sich die Zeit der höheren Beiträge.
 
Auf Grund der sicherlich wachsenden Bedeutung dieser relativ jungen Form der Risikolebensversicherung, haben wir uns entschlossen, auch diese Risikolebensversicherungen in einer zweiten Tabelle in unserem Versicherungsvergleich darzustellen. So können Sie sich in Ruhe von den Vorteilen dieser Risikolebensversicherung überzeugen und bei Bedarf beantragen!
 
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